Batterien

Hier in meinem lokalen Spar-Markt steht schon lange eine etwas mehr als Schuhkartongroße Box für alte Batterien. So eine Box habe ich heute im Briefkasten gehabt, nur in viel kleiner, etwa im Format zweier Walkmans übereinander. Warum tut die Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien sowas? Welcher Haushalt bekommt so viele Batterien zusammen? Wo ist das Problem daran, die Dinger in einer Tüte zu sammeln und dann zum nächsten Laden zu bringen? So wirklich viel Aufwand ist das doch nicht… Aber man kann was gewinnen, aber die Preise sind nicht wirklich so der Hit. Immerhin muss man nicht erst tausend persönliche Daten eintragen, sondern kann muss nur eine Nummer eingeben. Ich habe nicht gewonnen. Ich glaube, dieser eine Versuch wird aber das Ende meiner Versuche darstellen, ich bin da einfach zu faul für.

Was ich mich in dem Zusammenhang auch gefragt habe: Ist es wirklich umweltschonender, einige hunderttausend dieser Boxen zu produzieren, durch Deutschland zu karren und in die Briefkästen werfen zu lassen als ein paar Batterien mehr auf dem Hausmüll zu haben? Sind Batterien so schlimm? Chemiker vor!

Supermünte und die Folgen

Nachdem Müntefering den Kapitalismus an sich und die Wirtschaftsbosse im Besonderen recht effektvoll verurteilt hat, schlägt die Wirtschaft nun zurück. Am interessantesten an dem Artikel fand ich aber das hier:

Eine Mehrheit der Deutschen erwartet von Münteferings Kapitalismuskritik eher negative Folgen für Rot-Grün. Das ergab eine heute veröffentlichte Umfrage des Bielefelder Meinungsforschungsinstitutes TNS Emnid für die Nachrichtenagentur ddp. Darin äußerten 53 Prozent der Befragten die Ansicht, dass Münteferings Aussagen der rot-grünen Koalition in Nordrhein-Westfalen bei der Landtagswahl am 22. Mai schaden werden.

Leider steht da nichts zu den (vermuteten) Gründen. Ich tippe ja auf das, was ich damals schon äußerte: Die Aussagen passen einfach nicht zur SPD-Politik der letzten Jahre.

Cool Stuff

Gestern bin ich durch einen Freund auf Hack-a-Day aufmerksam geworden. Beim grade dort rumsurfen entdeckte ich Stompbox und über die wiederum Verizon BroadbandAccess. 400-700 kbps Downstream ist zwar im Vergleich zu den 5-16 Mb/s, die DSL inzwischen schafft, nicht viel, aber fürs surfen unterwegs auf jeden Fall genug. Das ganze kostet 80$ im Monat – für ne Flat. Sowas hier für 50€ – und ich würde es mir echt überlegen. Bisher sind die UMTS-Tarife der Netzbetreiber ja noch nicht wirklich in Preisregionen, die ich bezahlen möchte…

Trennung und Görlis

Gestern Abend. Ein gelangweilter Student auf dem Weg zu einer Party in der U-Bahn. Etwa auf dem halben Weg steigen zwei Menschen ein, die noch dazu stark nach Alkohol rochen. Die beiden, ein Mann und eine Frau, sprachen dann die restliche Fahrt (etwa 15 Minuten) nur über ein Thema: Die Frau hatte den Mann betrogen. Ich verstehe ja, dass das ein Thema ist, über das man problemlos 15 Minuten sprechen kann. Aber nicht so. Die Unterhaltung bestand nämlich aus sehr wenigen Sätzen, die immer wieder wiederholt wurden. Da wäre “Aber ich liebe dich doch!”, “Du bist mir fremdgegangen!”, “Hast du mir doch am Nollendorfplatz noch zugegeben!” (sic!), und dann noch einzelne, kurze Sätze, die nicht wiederholt wurden. Ich glaube, um sich 15 Minuten mit so wenig Material zu unterhalten, muss man sehr viel Alkohol getrunken haben.

Übrigens habe ich auf der Fahrt auch noch etwas gelernt. Ich weiß jetzt, was bzw. wo Görli, Görli ist: Görlitzer Bahnhof.

Flickr

Flickr ist ein Dienst, bei dem man seine Fotos hochladen kann. Irgendwie scheint er immer beliebter zu werden, jedenfalls treffe ich ihmmer häufiger auf ihn. Aber ich verstehe es nicht. Hochgeladen werden die Fotos teilweise von Leuten, die eigene Domains mit Webspace haben, also die Fotos auch auf die eigene Seite laden könnten. Dann bräuchte man auch kein Flash, um sich die Fotos anzugucken. Außerdem habe ich noch keinerlei Vorteile bei Flickr entdeckt, warum man seine Fotos unbedingt da haben will. Höchstens, dass man sich die Fotos nicht so leicht speichern kann – aber ist das wirklich ein Vorteil? Ich finde eher nicht, ich empfinde das eher als Nachteil. Hoffentlich ist das nur grade ein kurzer Trend und ist bald vorbei, so dass Fotos wieder gesichert werden können.

Blogkarte

Über einen Freund habe ich grade die Blogger-Karte beim Bloghaus gefunden und irgendwie ist mir nicht klar, was genau der Sinn dieser Karte ist. Was bringt es mir, wenn ich weiß, wo der Blogger zu einem Blog wohnt? Die Anzahl der Blogs, bei denen das interessant ist, weil sie sich auf örtliche Dinge beziehen und nur für Menschen im näheren Umkreis relevant und interessant sind, dürfte sehr gering sein. Also welchen Sinn hat diese Karte? Wer erklärts mir?

Domainnamen

Laut einer Meldung bei Heise muss Sat 1 die Domain schmidt.de (die mal zur Harald-Schmidt-Show gehörte und immernoch eine Seite zur HSS beinhaltet) an einen Menschen abgeben, der mit Nachnamen Schmidt heißt. Das schmeißt nicht nur alle bisherigen Entscheidungen im Streit “Person gegen Firma (oder Produkt) mit gleichem Namen” über den Haufen, sondern schafft auch eine Situation, die mir gar nicht gefällt. Wenn ich auf “schmidt.de” gehe, erwarte ich da nicht unbedingt die Seite eines Herrn Schmidt. Genau so, wie ich auf www.shell.de die Seite der Tankstellenkette erwarte und nicht die einer Familie Shell. Die alten Entscheidungen, wonach hier die überwältigende Bekanntschaft des Firmen- oder Produktnamens den Ausschlag gab, fand ich irgendwie wesentlich besser. Leider steht bei Heise nicht, ob das Urteil schon rechtskräftig wurde.

Frühshoppen?

Da sitze ich heute morgen um etwa halb eins in der S-Bahn zur Uni und was sehe ich? Vor mir steigt doch glatt jemand mit einer Flasche Bier in der Hand ein. Um halb eins. Er kam, wie er dann einer Freundin in der Bahn erzählte, grade von der Arbeit und wollte den Feierabend einläuten…

Liedtexte wieder

Vor ein paar Tagen habe ich noch gesagt, dass ich durchaus verstehen kann, wenn ein Verlag Menschen abmahnt, die illegalerweise mit seiner Betriebsgrundlage Geld verdienen und dass Liedtext-Webseiten vielfach keineswegs kleine, private Fanseiten sind. Und was lese ich da grade bei Spreeblick?

Nach ihrem Anruf am gestrigen Morgen erfolgte Nachmittags ein sehr freundlicher Rückruf von Herrn Meisel persönlich, der in dem Gespräch versicherte, dass es der Verlagsgruppe nicht um Abmahnungen von nicht-kommerziellen Sites gehe, sondern nur um diejenigen, die durch Bannerwerbung etc. Einkünfte aus dem Betrieb der (Songtext-)Site haben. Zu Unrecht abgemahnten privaten Site-Betreibern empfiehlt der Verlag, die betreffende Summe auf der Anwaltsschrift durchzustreichen und das Schreiben mitsamt einer Erklärung, dass man keine kommerzielle Absichten verfolge, an die Kanzlei zurück zu senden.

Warum sagt der Verlag das nicht sofort öffentlich? Warum gibt es bis jetzt keine entsprechende Meldung bei den großen Seiten wie Heise, die ja auch über die Abmahnungen berichteten und so nicht unerheblich zu der allgemeinen Stimmungslage beitrugen? Mal gucken, ob sowas bald kommt…

Aufzugshellseher

In dem Haus, in dem ich wohne, gibt es einen Aufzug. Sehr praktisch wenn man mal wieder mit einem Kiste beladen vom Einkaufen kommt. Vor einiger Zeit wurde das doch recht alte Innenleben dieses Aufzugs erneuert. Im Zuge der Erneuerung wurde auch dieser Aufkleber eingeklebt:
Ein Aufkleber in meinem Aufzug.
Ich versuche jetzt schon seit ich den das erste Mal gesehen habe herauszufinden, wie die ein berechtigtes von einem unberechtigen Drücken des Knopfes unterscheiden wollen. Und: Was passiert beim unberechtigen Drücken? Wird aus dem Aufzug eine Selbstmordzelle? Werde ich mit Lava übergossen? Werde ich geteert und gefedert? Ich weiß es nicht. Freiwillige?