Vor ein paar Tagen habe ich noch gesagt, dass ich durchaus verstehen kann, wenn ein Verlag Menschen abmahnt, die illegalerweise mit seiner Betriebsgrundlage Geld verdienen und dass Liedtext-Webseiten vielfach keineswegs kleine, private Fanseiten sind. Und was lese ich da grade bei Spreeblick?
Nach ihrem Anruf am gestrigen Morgen erfolgte Nachmittags ein sehr freundlicher Rückruf von Herrn Meisel persönlich, der in dem Gespräch versicherte, dass es der Verlagsgruppe nicht um Abmahnungen von nicht-kommerziellen Sites gehe, sondern nur um diejenigen, die durch Bannerwerbung etc. Einkünfte aus dem Betrieb der (Songtext-)Site haben. Zu Unrecht abgemahnten privaten Site-Betreibern empfiehlt der Verlag, die betreffende Summe auf der Anwaltsschrift durchzustreichen und das Schreiben mitsamt einer Erklärung, dass man keine kommerzielle Absichten verfolge, an die Kanzlei zurück zu senden.
Warum sagt der Verlag das nicht sofort öffentlich? Warum gibt es bis jetzt keine entsprechende Meldung bei den großen Seiten wie Heise, die ja auch über die Abmahnungen berichteten und so nicht unerheblich zu der allgemeinen Stimmungslage beitrugen? Mal gucken, ob sowas bald kommt…