Gestern habe ich Johnny noch zugestimt, heute ist mir aufgefallen, dass das ja Quatsch war. Da wird nichtmal ein Weg freigegeben. Es wird nur ein in Deutschland schon länger geltendes Recht in die USA exportiert. Hier gilt nämlich im Netz schon länger die Regel, dass Betreiber den Zugang zu ihnen bekannten illegalen Inhalten sperren müssen (soweit möglich). Wenn sie das nicht tun, werden sie mit für die Inhalte verantwortlich gemacht. Das ist zwar nicht exakt auf den Fall übertragbar, aber halt auch nicht völlig anders.
Monthly Archives: June 2005
Die Google-Erde
Google hat vor einiger Zeit begonnen, auch Deutschland (Berlin z.B.)in seinem Dienst “Google Maps” zu katografieren. Darauf aufbauend gibt es jetzt Google Earth. Hier kann man sich z.B. die Straßennanmen einblenden lassen. Sehr nettes Tool, wenn ich mal Zeit habe, wird das auf jeden Fall ausprobiert.
Thema des Tages?
Ich war grade einkaufen und wollte danach über das von Spreeblick zum “Thema des Tages” gemachte Urteil des Obersten Gerichtshofes der USA zum Filesharing und der Haftung der Betreiber von Tauschbörsen für die Taten der Nutzer schreiben. Ich wollte in etwa schreiben, dass ich die Aufregung nicht verstehe, dass niemand behauptet hat, Tauschbörsen wären grundsätzlich für ihre Nutzer verantwortlich und dass ich hier nichtmal für die existierenden Tauschbörsen ein Problem sehe. Das hat dann aber Bettina Winsemann dankenswerterweise schon übernommen, wie ich bei Mischa lesen durfte.
IKEA-Service
In Berlin wird grade gebaut. Gut, das ist nichts Neues, in Berlin wird schon seit der Wende gebaut. Aktuell ist u. A. der Bahnhof Papestraße dran. Dort liegt auch IKEA. Seit einigen Wochen ist der neue Bahnhof, jedenfalls der Teil für die Ringbahn, geöffnet, auch wenn dort noch gebaut wird. Mit der kam ich da gestern dann an und freute mich schon auf einen langen Marsch (ca. 1 km) vom Bahnhof zu Ikea durch die brütende Hitze. Auf dem Bahnhofsvorplatz stand dann aber ein Sprinter mit der dicken Aufschrift: “IKEA-Shuttle-Service”. Da hört man von überall, Deutschland sei eine Servicewüste und dann sowas… Der Wagen pendelt immer zwischen dem Bahnhof und IKEA und nimmt jeden, der möchte, kostenfrei mit. Noch dazu mit teilweise sehr coolen Fahrern – auf dem Weg von IKEA zum Bahnhof lief ein Gentleman-Album.
Komische Manager
Beim Manager-Magazin sind Beiträge über den Berufseinstieg zwar dem Namen nach schon nicht wirklich gut aufgehaben (Manager sind normalerweise bereits im Berufsleben), aber immerhin nicht völlig deplatziert. Aber was genau hat ein Artikel mit folgendem Thema mit Managern zu tun?
Eigentlich ist alles perfekt: Die DVD ins Laufwerk eingelegt, der Rotwein geöffnet, die Chips in greifbarer Nähe. Doch beim Start des Abendprogramms übertönt die Grafikkarte im PC regelrecht den Ton des Films. Abhilfe bieten Grafikkarten, die einen Kühlkörper statt eines Ventilators zum lüften verwenden.
Firstgate
Seit Langem wird immer wieder das Micropayment als tolle Sache bezeichnet. Firstgate ist ein Anbieter, der in dem Markt recht weit verbreitet ist. SpOn nutzt es z. B., wenn man ältere Artikel online lesen will. Oder aber der Newsserver der FU Berlin. Der war bis vor einiger Zeit kostenlos, dann gab es erstmal nur die Bezahlmöglichkeit via. Firstgate und dann kam die Bezahlung per Überweisung dazu. Als ich mich dort für die Bezahlung entschied, war nur Firstgate verfügbar, also musste ich mich dort anmelden. Das war ein Fehler.
Gleich die erste Aktion von Firstgate war etwas, was nicht passieren darf: Sie buchten den Betrag doppelt ab. Gleicher Verwendungszweck, gleicher Buchungstag, gleicher Betrag – aber halt doppelt auf dem Kontoauszug. Das monierte ich unverzüglich, woraufhin sich Firstage entschuldigte. Mein Account bei Firstgate war trotzdem wegen “Problemen mit meinem Konto” gesperrt. Das störte mich nicht wesentlich, da ich ihn sowieso nur für news.individual.net benutzen wollte, aber als Reaktion auf einen Firstgate-Fehler den Account des Kunden zu sperren finde ich schon sehr dreist.
Das Geld wurde mir dann rund eine Woche später wieder überwiesen, womit die Sache für mich erledigt war. Bis heute. Heute morgen saß ich beim Frühstück, als ich eine E-Mail bekam. Wieder von Firstgate. Darin: Eine Kündigungsbestätigung für mein FU-Berlin-Abo. Ich hatte aber gar nicht gekündigt. Also wollte ich mal auf der Webseite nachgucken, was da los sei – und konnte mich nicht einloggen. Mein gesamter Account war weg.
Jetzt warte ich grade auf eine Antwort von Firstgate, was da los sei. Mal gucken, was sie diesmal für einen Mist gebaut haben…
Man kommt zu nichts…
… wenn man mal GTA San Andreas installiert hat. Vor einer Woche kam es raus, und seit dem mache ich irgendwie viel zu wenig anderes. Ich müsste einen Vortrag vorbereiten, müsste mal meine RSS-Feeds lesen, müsste News lesen, müsste alles mögliche machen – aber GTA fesselt zu sehr. Die Grafik? Eher langweilig. Die Fahrphysik: Im besten Fall fragwürdig. Der Sound: Schlecht. Noch dazu stürzt meine Grafikkarte dauernd ab und muss geresettet werden, was immer ein paar Sekunden dauert. Trotzdem: Das Spiel ist einfach toll. Trotz der vielen Fehler. Warum? Ich weiß es nicht. Viele Missionen sind nervig. Trotzdem spielt man sie immer und immer wieder. Ich glaube, die Stimmung des Spiels ist einfach so gut. Dazu noch das rumcruisen und die Gang-Kriege, die es zu gewinnen gilt (bzw. seit grade bei mir galt). Fazit: Nur kaufen, wenn man viel Zeit hat.
Milchstreik
Ich lese eine Tageszeitung, einige Blogs und diverse Nachrichtenseiten. Was mir aber entgangen ist, ist ein Streik der Milchbauern. So einen muss es aber grade geben. Anders kann ich mir nicht erklären, dass im Kaisers gar keine, im Spar nur noch 4 oder 5 1,5%-Milchtüten gab…
Lange Nacht der Wissenschaften
Gestern hatte ich einfach keine Lust, lang zu tippen, deshalb kommt der angekündigte Bericht zur Langen Nacht der Wissenschaften erst heute.
Dominiert wurde die Lange Nacht von zwei Unternehmen. Einmal positiv, einmal negativ. Mit dem negativen Punkt fing sie an: Die BVG. Diese sollte Busse stellen, die Touren durch Berlin fuhren und die Menschen von Veranstaltungsort zu Veranstaltungsort brachten. Sollten. Das funktionierte aber absolut nicht. Wir standen an einer Haltestelle und warteten auf den ersten Bus. Und warteten. Und warteten. Nach einer guten halben Stunde (die Busse sollten im 15-Minuten-Takt fahren) fragten wir den rund 50 m weiter geparkten BVG-Mitarbeiter, ob denn der Bus auch noch mal kommen würde. Der erzählte uns dann von einer plötzlich aufgetauchten Baustelle, die der BVG natürlich völlig fremd war (sie war ja auch nur auf der Friedrichstr., ist ja nicht so, als würde da irgendwer langkommen) und wegen der die Busse nur mit großer Verspätung (Er sprach von 8-20 Minuten, wie genau wie bei max. 20 Minuten Verspätung schon 30 Minuten auf einen Bus warten konnten ist mir nicht ganz klar) durchkämen. Immerhin nutzten wir die Wartezeit bis dahin, um mit einer Studentin zu reden, die von ihrem Institut an die Bushaltestelle gesetzt wurde, um Besucher ins Institut zu leiten. Es war also nicht ganz langweilig.
Nach der halben Stunde entschieden wir uns, dann einfach anders zu fahren und gingen zur U-Bahn um in die Charité zu fahren. Dort sahen wir uns eine medizin-historische Ausstellung an. War ganz interessant, vor allem die Ausstellung von Virchow mit (echten!) menschlichen Organen, die verschiedene Krankheiten illustrierten.
Von dort wollten wir dann in die TU, um uns dort verschiedene Veranstaltungen anzusehen. Das gestaltete sich aber nicht ganz einfach. Auf dem 10-minütigen Fußmarsch zur Bushaltestelle kamen uns zwei Busse einer der Touren entgegen (soviel zum 15-Minuten-Takt), dort angekommen fuhren nochmal zwei an uns vorbei – aber alles Busse der falschen Tour. Das war aber nicht so leicht festzustellen. Die Touren hießen “Route Mitte” oder “Route Charlottenburg” – auf den Bussen waren aber nur Nummern. Also musste man rein und den Fahrer fragen um dann festzustellen, dass die 5 die Route Mitte war und die 3 die Route Charlottenburg, die wir wollten.
An der TU angekommen stellten wir fest, dass das Progamm auch nicht so ganz eindeutig war. Dort war eine Veranstaltung mit “halbstündlich von 17-1 Uhr” angegeben – eigentlich fand sie aber nur zwei oder drei Mal statt, aber halt aufgeteilt in kleine Teile, die halbstündig begannen.
Nachdem die Chemiker dann einiges abgefakelt hatten ging es – mit einem Umweg über einen VW-Fahrsimulator, in den wir wegen Überfüllung nicht mehr reinkamen – zur Telekom. Diese war die positive Überraschung. Hier wurde viel über Glasfasern und die Arbeit der Telekom Laboratories berichtet, was sehr interessant war. Es wurde z. B. gezeigt, wie das Licht in die Glasfaser kommt, wie man die Glasfasern verbindet und wie Glasfaserkabel eigentlich aussehen. Leider verpassten wir die Vorführung eines VW-Busses, der mit Technik vollgestopft war: UMTS, Satellit, GPRS – der Wagen war immer online und fuhr von den Telekom Laboratories zur TU und demonstrierte auf dem Weg, was man da für Dienste mit realisieren konnte.
Pizza und Hacktivism
Die Pizza hat uns erreicht. Allerdings nicht ganz problemlos. Der Pizzabote hat uns nicht gefunden, obwohl wir eigentlich recht eindeutig beschrieben hatten, wo wir waren. Er hatte aber unsere Handynummer und wir seine (nachdem er das erste Mal angerufen hatte), so dass es dann doch geklappt hat.
Das nächste Problem gab es dann, als die Pizza da war – sie war nicht geschnitten. Ich habe sie dann mit Handschuhen zerrissen, das hat funktioniert, sah aber abenteuerlich aus.
Als wir uns grade hinsetzten wurden wir gleich mal von Mädels bewundert, dass wir auf die Idee gekommen waren, Pizza zu bestellen – ich glaube, die haben das danach auch gleich gemacht.
Jetzt sitze ich wieder im Raum Bob beim CCC und höre einen Vortrag zum Thema Hacktivism. Ist ganz ok, wenn auch nicht so spannend wie die Sicherheitsdiskussion heute Morgen.
Gleich, also so in rund anderthalb Stunden, gehts dann in die Lange Nacht der Wissenschaften. Ich habe mir ein langes Programm notiert, aber da ich da nicht alleine rumlaufe bin ich mir nicht sicher, wieviel ich davon schaffe. Mal gucken, wird schon irgendwie. Davon gibts dann aber erst Morgen einen Bericht, denke ich – wenn ich denn nicht zu tippfaul werde.