Gestern hatte ich einfach keine Lust, lang zu tippen, deshalb kommt der angekündigte Bericht zur Langen Nacht der Wissenschaften erst heute.
Dominiert wurde die Lange Nacht von zwei Unternehmen. Einmal positiv, einmal negativ. Mit dem negativen Punkt fing sie an: Die BVG. Diese sollte Busse stellen, die Touren durch Berlin fuhren und die Menschen von Veranstaltungsort zu Veranstaltungsort brachten. Sollten. Das funktionierte aber absolut nicht. Wir standen an einer Haltestelle und warteten auf den ersten Bus. Und warteten. Und warteten. Nach einer guten halben Stunde (die Busse sollten im 15-Minuten-Takt fahren) fragten wir den rund 50 m weiter geparkten BVG-Mitarbeiter, ob denn der Bus auch noch mal kommen würde. Der erzählte uns dann von einer plötzlich aufgetauchten Baustelle, die der BVG natürlich völlig fremd war (sie war ja auch nur auf der Friedrichstr., ist ja nicht so, als würde da irgendwer langkommen) und wegen der die Busse nur mit großer Verspätung (Er sprach von 8-20 Minuten, wie genau wie bei max. 20 Minuten Verspätung schon 30 Minuten auf einen Bus warten konnten ist mir nicht ganz klar) durchkämen. Immerhin nutzten wir die Wartezeit bis dahin, um mit einer Studentin zu reden, die von ihrem Institut an die Bushaltestelle gesetzt wurde, um Besucher ins Institut zu leiten. Es war also nicht ganz langweilig.
Nach der halben Stunde entschieden wir uns, dann einfach anders zu fahren und gingen zur U-Bahn um in die Charité zu fahren. Dort sahen wir uns eine medizin-historische Ausstellung an. War ganz interessant, vor allem die Ausstellung von Virchow mit (echten!) menschlichen Organen, die verschiedene Krankheiten illustrierten.
Von dort wollten wir dann in die TU, um uns dort verschiedene Veranstaltungen anzusehen. Das gestaltete sich aber nicht ganz einfach. Auf dem 10-minütigen Fußmarsch zur Bushaltestelle kamen uns zwei Busse einer der Touren entgegen (soviel zum 15-Minuten-Takt), dort angekommen fuhren nochmal zwei an uns vorbei – aber alles Busse der falschen Tour. Das war aber nicht so leicht festzustellen. Die Touren hießen “Route Mitte” oder “Route Charlottenburg” – auf den Bussen waren aber nur Nummern. Also musste man rein und den Fahrer fragen um dann festzustellen, dass die 5 die Route Mitte war und die 3 die Route Charlottenburg, die wir wollten.
An der TU angekommen stellten wir fest, dass das Progamm auch nicht so ganz eindeutig war. Dort war eine Veranstaltung mit “halbstündlich von 17-1 Uhr” angegeben – eigentlich fand sie aber nur zwei oder drei Mal statt, aber halt aufgeteilt in kleine Teile, die halbstündig begannen.
Nachdem die Chemiker dann einiges abgefakelt hatten ging es – mit einem Umweg über einen VW-Fahrsimulator, in den wir wegen Überfüllung nicht mehr reinkamen – zur Telekom. Diese war die positive Überraschung. Hier wurde viel über Glasfasern und die Arbeit der Telekom Laboratories berichtet, was sehr interessant war. Es wurde z. B. gezeigt, wie das Licht in die Glasfaser kommt, wie man die Glasfasern verbindet und wie Glasfaserkabel eigentlich aussehen. Leider verpassten wir die Vorführung eines VW-Busses, der mit Technik vollgestopft war: UMTS, Satellit, GPRS – der Wagen war immer online und fuhr von den Telekom Laboratories zur TU und demonstrierte auf dem Weg, was man da für Dienste mit realisieren konnte.