Was geht denn hier? Ich sitze hier und warte auf den Beginn einer Veranstaltung mit dem Titel “Hacktivismus – Hacken als politische Auseinandersetzung” – und im Raum sitzen rund 50% Frauen! Sehr überraschend, aber keineswegs negativ, 100% Männerquote sind immer sehr traurig.
Monthly Archives: June 2005
Mac OS X
Hier im Hackcenter stehen eine Menge von Apple gesponsorte iMacs rum. An einem davon sitze ich grade. Das ist das erste Mal, dass ich ein richtiges Mac OS X benutze. Es sieht sehr cool aus, muss ich sagen. Ob es auch cool ist, lässt sich so auf die Schnelle aber nicht sagen.
Pizza
Wir haben uns grade Pizza ins Hackcenter bestellt. Mal gucken, ob der Pizzabote das findet. Um kurz nach 1 gibts hoffentlich dann Mittagessen.
Die erste Diskussion ist vorbei, wir laufen jetzt hier rum und gucken uns das CCC-Gebäude an. Sehr cool gemacht, die Fotos kommen morgen oder evtl. schon nachher, wenn ich die Muße habe, sie über das immer mal wieder ausfallende WLAN hochzuladen.
Diskussion
Die Vermutung, dass es keine Diskussion geben würde, ist wohl falsch. Der Bundesdatenschutzbeauftragte streitet sich grade mit Müller-Maguhn darüber, inwieweit eine “Überwachungshysterie” gerechtfertigt ist. MM sieht das alles sehr sehr kritisch, der BDA sieht das etwas lockerer und meint, wir wären nicht auf dem direkten Weg in Richtung eines Überwachungsstaates.
Nett aber auch die Idee des Moderators, den BDA zu einer großen Demo einzuladen, damit er mal in der Praxis sieht, wie die Polizei bei Demos schon überwacht.
Staatssekretär des Innenministeriums
Sehr geil. Der Staatssekretär des Innenministeriums hat abgesagt. Der Kommentar vom Moderator: “Wir müssen also selbst hier die Linie des Innenministeriums übernehmen.” Er dreht sich zu Andy Müller-Maguhn: “Willst du das übernehmen?”
Schade ist das aber natürlich schon, weil wir so hier eine recht einseitige Diskussion führen werden, denke ich. Das Publikum sieht auch nicht so aus, als wäre es auf der Linie des Innenministeriums.
Beginn der ersten Diskussion
Nachdem ein Kumpel, der hier gepennt hat, grade hier aus dem Seiteneingang reinkam geht es jetzt los. Er ist natürlich eigentlich nicht der Grund, aber Andy Müller-Maguhn kam genau vor ihm durch den gleichen Eingang und der fehlte auch noch…
Der Typ, der schon da war und nach Diskussionsteilnehmer aussah war der Bundesdatenschutzbeauftragte. Er ist also Diskussionsteilnehmer. Geleitet wird die Diskussion der beiden von einem freien Journalisten, der u. A. für die c’t schreibt, wie er grade zur Eröffnung in der Begrüßungsrunde bekanntgab.
Dann gucke wir mal, wie es wird…
Berlin 05 – Camp Discordia
Hallo und herzlichen schönen guten Morgen hier aus Berlin, genauer aus dem Camp Discordia auf Berlin05. Der CCC hat hier dankenswerterweise ein WLAN (und ein DECT-Netz, das brauche ich aber nicht) aufgezogen, so dass ich live bloggen kann. Im Moment sitze ich hier im Raum Bob und warte, dass die Veranstaltung mit dem Titell “Sicherheit nach dem 11. September – Welche Wirkung erzielen die neuen Antiterrorgesetze?” beginnt. Eigentlich sollte das vor 10 Minuten passieren, aber bisher sitzt hier zwar jemand, der nach Diskussionsteilnehmer aussieht, aber es läuft noch nichts… Mal gucken, mit Netz kann ich ja weiter berichten.
Rechtschreibung
Ich bin ein Freund korrekter Rechtschreibung. Ich versuche mich soweit es geht an die entsprechenden Regeln zu halten. Aber manchmal sind mir die Regeln auch ein völliges Rätsel. Ich schrieb gestern “hoch erfreut”, fand aber, dass das komisch aussah und änderte es in “hocherfreut”. Das sah ebenso komisch aus. Also musste, nachdem niemand, den ich fragte, sich da sicher war, ich den Duden nutzen. Dort steht, dass hocherfreut und nur hocherfreut gültig ist.
An sich nichts besonderes. Was mich aber stutzig machte sind einige andere Worte auf der Seite. So heißt es “hoch begabt” oder “hoch empfindlich” – aber eben nicht hoch erfreut. Der grammatikalische Unterschied zwischen “begabt” und “erfreut” erschließt sich mir nicht. Also suchte ich die entsprechende Regel. Die fand sich eine Seite weiter:
Zusammengeschrieben wird, wenn ‘hoch’ rein intensivierend gebraucht wird.
Das erklärte das “hocherfreut”. Aber wieso heißt es dann (und das ist extra rot als neu (wie auch die Regel) hervorgehoben!) “hoch begabt”? Hier wird hoch doch auch als “besonders”, also intensivierend, genutzt.
Solche Unverständlichkeiten lassen das bisher bei mir bestehende Vertrauen in die neue Rechtschreibung doch erheblich brökeln. Ich war schon fast überzeugt, das Fehlen von “hoch erfreut” sei nur ein Fehler im Duden, aber hocherfreut wird als Beispiel für die genannte Regel herangezogen.
Kabel Deutschland
Hier in der Wohnung liegt ein Kabelanschluss. Da ich für den keine getrennten Gebühren zahle, nutze ich den und habe keinen DVB-T-Receiver. Eigentlich war ich bis vor ein paar Tagen zufrieden mit dem Anschluss. Aber vor ein paar Tagen hat mein Kabelnetzbetreiber, Kabel Deutschland, an seinem Netz gebastelt. Die Folge: Einige Kanäle sind nicht mehr da, wo sie vorher waren. Viva ist im Moment weg, MTV ebenfalls; dafür habe ich MTV2 bekommen. WDR und N24 haben ihre Kanäle gewechselt (aber immerhin habe ich sie noch ohne neuen Sendersuchlauf). Kurz gesagt: Alles kaputt. Dazu kommt noch, dass mein Fernseher unglaublich nutzerunfreundlich ist, was das Einprogrammieren der Sender angeht. Das Menü ist nämlich unglaublich langsam, jede neue Menüebene geht animiert auf, was eine Sekunde dauert. Dauernd muss man in den Menüs rumwechseln. So hat mich das Umlegen von drei Sendern gute 3 Minuten gekostet. Wie lange ein komplett neuer Sendersuchlauf mit anschließender Benennung und Sortierung aller Sender dauert will ich mir gar nicht ausmalen.
Soft Skills
SpOn hat grade einen Artikel zu einer Umfrage veröffentlicht, bei der es darum geht, festzustellen, welche Soft Skills am wichtigsten sind. Dabei klaffen die Meinungen auseinander:
Der akademische Nachwuchs hält Belastbarkeit, Engagement und Teamfähigkeit für am wichtigsten, während Firmen auf Kommunikationskompetenz, Engagement und analytisches Denken setzen.
Was mich wundert: Warum stehen genau die, die die Studenten für wichtig halten, immer in den Stellenanzeigen, die Soft Skills, die die Unternehmen dagegen für wichtig halten nicht? Ich haber noch nie eine Stellenanzeige gelesen, in der “Ihre Kommunikationskompetenz ist sehr hoch und Sie haben ein gutes analytisches Denkvermögen” stand; Anzeigen mit “Hohe Belastbarkeit und Teamfähigkeit sind für Sie selbstverständlich” gibts dagegen wie Sand am Meer…