Jusos und Inhalte

Böse Zungen könnten von den Inhalten der Webseite, die sich die Jusos aus Frankfurt am Main vermutlich geschnappt haben, damit die Linkspartei sie nicht bekommt, auf die Inhalte, die die Jusos vertreten, schließen. Gut, dass wir keine bösen Zungen kennen…

PS: die-linkspartei.de gehört auch nicht der Linkspartei. Mal gucken, wie lange das noch so bleibt. Andererseits gehörte pds.de ebenfalls nie der entsprechenden Partei.

Die CSU und das Internet

Was dabei rauskommt, wenn man CSU-nahe Stiftungen über das Internet erzählen lässt, kann man bei Chiemgau Online nachlesen. Einzig der letzte Absatz ist akzeptabel, sonst ist der Artikel vor allem völlig unbegründete Panikmache.

Auch bemerkenswert: Noch vor kurzem habe ich mich gewundert, als ich irgendwo (Zwiebelfisch?) las, dass CamelCase im Deutschen immer beliebter würde. Ich hatte es noch nirgendwo gelesen. Aber in dem Artikel gibt es gleich zwei Fälle: “InternetFahndung” und “NaziParolen”. Irgendwie kommt korrekte Rechtschreibung immer mehr aus der Mode. Schade.

Überwachung und Sicherheit

Bei SpOn kann man mal wieder interessante Dinge lesen:

Beckstein und andere Politiker sprachen sich auch für eine gezielte Ausweitung der Videoüberwachung aus. Es sei “eindeutig, dass Videokameras zur Sicherheit beitragen können”, sagte der CSU-Politiker.

Mich würde ja doch mal interessieren, warum das so eindeutig ist. London ist meines Wissens nach eine der Städte mit dem größten Überwachungsnetz. U-Bahn-Stationen sind lückenlos überwacht. Hat das irgendwas gebracht? Nein. Die Terroristen kamen problemlos mitsamt der Bomben in die U-Bahn und konnten alle Bomben erfolgreich zünden. Wo genau ist also der “eindeutige” Sicherheitsgewinn? Selbst die Union (genauer: Bosbach, ihr Fraktionsvize) selbst gibt zu, dass Anschläge durch Videoüberwachung nicht verhindert werden können. Selbst durch eine lückenlose Überwachung kann man sie vielleicht aufklären, aber nicht verhindern. Nur das wäre aber ein realer Sicherheitsgewinn.

Sauberkeitsfimmel

Ein gewisses Maß an Sauberkeit ist sicher wichtig. Nach dem Gang auf die Toilette die Hände zu waschen sollte eigentlich selbstverständlich sein. Aber man kann es auch übertreiben. Ich muss bei solchen Texten immer an eine Erzählung in einer Newsgroup denken, in der es um die Erziehung von Kindern vor 20 Jahren und heute ging. Dort kam irgendwo ein Spruch in der Richtung von “Früher hieß es ‘Dreck reinigt den Magen’, heute ‘Nimm mal Sagrotan’ mit.” vor. Alles wird möglichst antibakteriell gereinigt, Holz beim Kochen ist verpönt und wie man oben lesen kann werden sogar Füße benutzt, damit man fremde Wasserhähne nicht berühren muss. Und sind wir wirklich gesünder? Eigentlich nicht. Doch eher das Gegenteil. Asthma und Heuschnupfen breiten sich meines Wissens nach zunehmend aus und sogar das Wort “Zivilisationskrankheiten” wurde erdacht – und wird fleißig benutzt.

Gefunden übrigens beim law blog, dessen Grund für Taschentücher ich schon viel eher nachvollziehen kann:

Ich gehe jedenfalls nicht mehr ohne aus dem Haus, seitdem mich eine weinende Zweijährige in der U-Bahn angekotzt hat.

Das ginge mir auch zu weit, das will ich auch (wenigstens ansatzweise) sauber gemacht haben.

Verbindungsdaten von Terroristen

Es wird so langsam einfach nur noch skuril, was so alles gegen Terrorismus helfen soll. Laut der CDU/CSU ist es jetzt auch die Speicherung von Verbindungsdaten, wie man bei Golem lesen kann. Vielleicht begründen sie die Erhöhung der MwSt ja auch mit dem Kampf gegen den Terror. Oder die Abschaffung des Kündigungsschutzes? Viel weniger hat das mit Terror im Vergleich zur Verbindungsdatenspeicherung auch nicht zu tun.