Ich weiß schon, warum ich meinen Urlaub in Köln auf die Woche nach dem Weltjugendtag gelegt habe. Bei SpOn gibts heute zum Start einen Artikel, in dem einige Aussagen von Besuchern dieser Veranstaltung auftauchen. Da lernt man zum Beispiel, dass selbst Studenten (also angeblich intelligente Menschen) der Meinung sind, dass eigenständiges Denken etwas schlechtes ist:
Es muss jemand da sein, der Glaubensgrundsätze aufstellt und überwacht, damit nicht jeder glaubt, was er will.
Man stelle sich vor, wo die Welt hinkäme, wenn jeder Glauben dürfte, was er wolle. Das wäre ja quasi die totale Anarchie! Der Weltuntergang stände sicherlich kurz bevor!
Ich möchte mir lieber nicht ausmalen, was passiert, wenn ein Moslem solch einen Satz sagen würde…
Auch die Definition von Christen ist mir völlig neu:
Für mich ist jemand Christ, der hilft, wenn jemand Hilfe braucht.
Und was, wenn dieser Mensch sich jetzt selbst als Moslem sieht? Oder als Jude? Oder als Atheist? Ich zum Beispiel möchte gar kein Christ sein. Trotzdem helfe ich, wenn jemand Hilfe braucht. Ich opfere vermutlich deutlich mehr Zeit dafür, anderen zu Helfen, als der “Christ”, von dem dieser Satz ist.