Bahn…

Und auch heute wieder eine Folge aus dem lustigen Spiel: Wie überfordere ich Bahnangestellte möglichst leicht. Heute: Zwei Karten auf eine BahnCard 50. Laut Bahn-Webseite geht das. Da kann man nämlich lesen:

Weitere Vorteile der BahnCard 50: Auch hier gilt die Mitfahrer-Regelung noch bis zum 10.12.2005*, bei Eintrag des Mitfahrers vor Fahrtantritt auf dem Ticket. D.h. die 1. Person erhält 50% BahnCard-Rabatt - bis zu 4 Mitfahrer erhalten jeweils 50% Mitfahrer-Rabatt, allerdings keine weitere BahnCard-Ermäßigung.

Bei dem Sternchen steht nur das übliche Kleingedruckte (in diesem Fall: Wie das Datum zu deuten ist, also das die Fahrt vor diesem Dazum stattfinden muss). Daraus lese ich: Kein Thema. Man geht zum Schalter, sagt dem Bahnangestellten dort das einer der beiden eine BC50 besitzt und erhält so zwei vergünstigte Karten. Aber das wäre ja erstens zu einfach und zweitens nicht wert, darüber zu schreiben.

Also hier dann der reale Vorgang: Man geht zum Schalter, sagt dem Bahnangestellten dort das einer der beiden eine BC50 besitzt und erhält die (wie wir jetzt wissen falsche) Auskunft, dass das nur dem Bahncard-Besitzer was bringt, die andere Person müsse voll zahlen. In diesem speziellen Fall kommt allerdings erschwerend hinzu, dass der Bahncard-Besitzer auch noch ein Semesterticket hat, mit dem er im Regionalverkehr in Berlin und Brandenburg kostenlos fahren darf. Auch dies wird dem Bahnangestellten gesagt. Also sollte jetzt eine um 50% ermäßigte Karte ab der Grenze von Brandenburg und eine Vollpreiskarte ab Berlin kommen. Dazu jeweils auch die Rückfahrkarten. Tut aber nicht. Der Angestellte ist sichtlich überfordert, rechnet wild rum und druckt folgendes aus: Eine Karte für zwei Personen ab Oranienburg bis zum Ziel, dabei eine der beiden Personen mit Bahncard 50 und deshalb ermäßigt. Eine Karte zurück mit dem gleichen Spiel. Außerdem ein Anschlussfahrtschein für den Berliner Rand (für die Berliner: Tarifgebiet C) für die nicht-Bahncard-Besitzerin, die eine Monatskarte für die Berliner Mitte (Tarifgebiet AB) hat. Ergebnis: Deutlich zu teure Fahrt und Spannung auf der Rückfahrt, ob der Schaffner wohl vor Oranienburg käme und den Anschlussfahrschein abstempeln könnte. Sonst wäre nämlich - zum gültigen Fahren - ein Rausrennen und Suchen eines Fahrkartenstemplers nicht zu vermeiden gewesen.

Mein Fazit dieses Erlebnisses: Den Bahnern den Wunsch ab sofort so erklären, dass es selbst Kindergartenkinder verstehen müssten und dann am Schalter stehen bleiben, bis ich selbst mich vergewissert habe, dass die Karten das sind, was ich will. Es geht ja leider nicht anders.

Gleich morgen werde ich das ausprobieren müssen. Besonders erschwerte Bedingungen. Hinfahrt genau wie oben, aber die Rückfahrt ist nicht nach Berlin sondern nach Köln, wohingegen die Rückfahrt von Köln nach Berlin gehen soll. Mal gucken, ob ich dieses Fahrtendreieck so erklärt bekomme, dass ich auch die Tickets bekomme, die ich möchte.

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