Restaurantfuehrer durch Bangalore

Das Wochenende war von Restaurants gepraegt. Freitag ging es ins Olive Beach, ein mediterranes Restaurant hier in Bangalore. Ich habe einen Salat und danach eine Pizza gegessen. Der Salat war sehr gut, die Pizza aber nur mittelmaessig. Der Teig war viel zu fest, am Rand konnte man ihn problemlos zerbrechen. Aber die anderen waren vom Essen begeistert, also werde ich da beim naechsten Besuch einfach keine Pizza essen. Trotzdem war es ein sehr gutes Restaurant, was man bei dem Preis auch erwarten kann. Rund 1.000 Rupien (20 Euro) fuer ein Abendessen sind fuer indische Verhaeltnisse extrem teuer.

Samstag ging es dann ins naechste Restaurant, das Hypnos. Eigentlich ist das Hypnos eine Cocktailbar, die aber auch exzellentes Essen serviert. Wir waren schonmal im Hypnos, es ist naemlich gleich angrenzend an das Samarkand, das ich am ersten Wochenende schon besucht habe. Die beiden Restaurants teilen sich die Kueche und die Toiletten. Im Hypnos gab es sehr leckere frittierte Mozarella-Scheiben als Vorspeise und danach Pfeffersteak. Und was fuer eins. Richtig gutes, leckeres Fleisch in sehr leckerer Sauce. Dazu Brot und etwas, was ein bisschen nach Reibekuchen aussah, aber anders schmeckte – auch sehr lecker.

Nach dem Hypnos ging es zu Sundeep (so wird der Name gesprochen, ob er sich auch so schreibt weiss ich leider nicht), wo wir auf dem Dach seines Hauses sassen. Leider waren wir nicht allein – ca. 1 Mio Muecken fanden das Hausdach auch sehr schoen. Nach wenigen Minuten wurden Raeucherstaebchen gegen Muecken geholt, die aber nur bedingt halfen. Ausserdem waren wir alle schon ziemlich zerstochen. Wir gingen also nach einer halben Stunde dann vom Dach weg und in Sundeeps Zimmer, wo wir aber auch nicht sehr lange blieben, weil wir sehr muede waren. Wir wurden von Freunden von Sundeep dann nach Hause gefahren – mit 6 Leuten in einem Auto, dass etwa die Groesse eines VW Polo hat.

Sonntag sind wir zum Beach gefahren. Das Beach ist ein Restaurant, original mit Palm-Staemmen als Tischen und Stuehlen, einem kleinen Strand am Wasser (Teich…) mit Wellen und Sand als Boden. Hier gab es fuer mich Lamm mit Gemuese in einer sehr leckeren Sauce. Ein wenig scharf, aber auch fuer Westeuropaer noch vertraeglich. Auch hier war das Essen sehr gut. Gleich zu Beginn des Besuchs fiel der Strom fuer einige Minuten aus, interessanterweise war es dadurch nur dunkel, nicht leise. Die Anlage war scheinbar an eine Notstromversorgung gekoppelt, die Beleuchtung offensichtlich nicht. Leider wechselte die Musik vom Anfangs laufenden Chill-House auf Pop und schliesslich auf Live-Musik. Live-Musik ist natuerlich eigentlich schoen – aber muss James Last wirklich sein?

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