Rikscha-Wirren

Gestern haben wir den Abend im 13th Floor verbracht. Das ist eine Bar, die im 13. Stock (wer haette das Gedacht?) eines Hochhauses an der MG Road liegt. Von dort mit der Rikscha nach Hause gefahren zu werden bedeutet immer viel Verhandlungen. Den eigentlichen Preis in der Nacht, rund 60-70 Rupien, bekommt man eigentlich nie, unter 100 ist selten. Viel mehr als hundert zahlen wir aber nicht, also wird verhandelt, bis man sich bei ungefaehr 100 einigt. Gestern hat uns ein Fahrer “double meter” angeboten, was normalerweise ziemlich genau auf 100 rauskommt. Also sind wir eingestiegen. Er macht sein Meter an und das zeigt erstmal 15 Rupien. Das ist schonmal falsch, es muesste 12 zeigen (oder 10, wenn es noch ein altes ist. Die Presie wurden vor einigen Wochen um 20% angehoben). Wir sind trotzdem mit ihm gefahren. Das stellte sich als grosser Fehler heraus. Nach 3 Kilometern, als das Meter eigentlich bei 18 stehen sollte, war seins bei 23. Er hatte also nicht nur den Startpreis ueberzogen, sein meter ging auch pro Kilometer falsch. Uns war da schon klar, dass er kein “double meter” bekommen wuerde, was wir ihm auch sagten. Irgendwann sagte er dann, wir waeren jetzt im 4.Block angekommen, uns kam aber nichts bekannt vor. Also sagten wir ihm, er sollte zum Maharaja Restaurant fahren, was in der Naehe des Guesthouses liegt. Er fragte Passanten und die konnten damit nichts anfangen. Weil uns aber nichts bekannt vorkam fragten wir mal nach, ob wir denn auch richtig sein. Pustekuchen. Wir waren zwar im 4. Block, aber nicht in Koramangala, sondern im falschen Stadtteil. Also entschuldigte sich der Fahrer und fuhr wieder los, diesmal nach Koramangala.

Bei uns angekommen zeigte sein ueberhoehtes Meter dann 115 Rupien. Zum Vergleich: Auf dem Hinweg waren wir bei 43 und waren schon einen kleinen Umweg gefahren. Wir gaben ihm hundert und er fing natuerlich an zu diskutieren. Wir haetten uns auf double meter geeinigt. Ja, hatten wir. Das doppelte eines normalen Meters ohne massives Verfahren haetten wir auch bezahlt. Aber sich um einige Kilometer zu verfahren und dann noch das doppelte eines getunten Meters zu verlangen ist dreist. Immerhin wusste er das auch, seine Diskussionsversuche waren eher lasch. Also akzeptierte er dann die hundert nud wir konnten endlich ins Bett. Gestern war auch ein neuer Bewohner des Guesthouses das erste Mal mit, der hat gleich einen tollen Start in seine Rikschafahrerkarriere miterlebt.

Kreative Ueberschriften

In Indien bricht grade der Aktienmarkt mehr oder weniger zusammen. Der Sensex (soweit ich das verstanden habe die indische Variante des DAX) ist gestern zeitweise 1100 Punkte gefallen, was bei einem Wert von rund 10.000 doch sehr deutlich ist. Auf dieses schon einige Tage andauernde Ereignis reagieren die Zeitungen mit an die Bild-Zeitung erinnernder Kreativitaet. Die Times Of India titelt heute “10 Drowning Street” untermalt mit einem Bild eines Schiffs in schwerem Seegang, das von einem Blitz getroffen wird, der von einer sinkenden Aktienkurve ausgeht. Noch besser aber die Economic Times. Sie titelt “Bullshit”, wobei das “Bulls” in einer anderen Farbe als das “hit” ist. Ich wette die Redakteure halten diese Ueberschriften fuer aehnlich kreativ und lustig wie die Fanta-Leute ihre Kreation “Little Bruddha”.

Hunde

Wie ich glaube ich schon berichtet habe gibt es in Bangalore Hunde ohne Ende. Dass in Indien Kuehe in rauhen Mengen auf der Strasse rumlaufen ist ja schon aus diversen Erzaehlungen vermutlich jedem Kind in Deutschland bekannt, aber dass um jede dieser Kuh mindestens drei Hunde rumlaufen wurde bei diesen Erzaehlungen irgendwie immer verschwiegen. Und wenn es in den naechsten Tagen so weitergeht wie in den letzten ist dem bald auch nicht mehr so. Sonntagmorgen um 6 auf dem Rueckweg von einer Party (Bericht kommt heffentlich noch, wird aber was laenger. Man kann auch in Bangalore von 12 bis 6 weggehen, wie wir am Wochenende rausgefunden haben) wurde vom Auto vor uns ein Hund ueberfahren. Gestern auf dem Weg von der Arbeit nach Hause und heute auf dem Weg zur Arbeit lagen schon wieder zwei tote Hunde auf der Strasse. Vorher habe ich nur einen toten Hund und eine tote Kuh gesehen und jetzt gleich 3 tote Hunde in 3 Tagen? Verpasse ich da was?

Regen

In Indien gibt es ein Regenzeit. Der Monsun zieht vom Sueden her ueber das ganze Land und faengt damit etwa Ende Mai an. Da Bangalore recht weit suedlich liegt dauert es auch nicht lang bis zu uns. Trotzdem ist es noch nicht Ende Mai. Und trotzdem regnet es. Inzwischen seit einer guten Woche. Es regnet nicht dauernd, aber immer passend zum Feierabend. So um 4 faengt es an, sich stark zuzuziehen und um 5 faengt es an zu regnen. Dabei darf man “regnen” nicht fuer dieses leichte Nieseln, das man in Deutschland kennt, halten. Regen hier heisst REGEN. Und dazu Blitze. Jede Menge Blitze. Dieses Schauspiel ist wie gesagt keineswegs etwas besonderes, es regnet hier einige Monate lang. Deswegen sollte man eigentlich davon ausgehen, dass Indien darauf vorbereitet ist. Ist es aber nicht. Die Strassen sind meist voellig ueberflutet, Regenschirme gibt es keine mehr zu kaufen (weil der Regen ja voellig ueberraschend (aehnlich wie Weihnachten) gekommen ist kann man ja nicht davon ausgehen, dass die Kaufhaeuser sich einen Vorrat anlegen…) und auch sonst klappt kaum noch was. Die einzigen, die vorbereitet sind (oder zumindest schnell improvisieren koennen) sind die Rikscha-Fahrer. Die basteln sich aus Folien oder Werbeplakaten oder was es sonst noch so alles grossflaechiges duennes gibt Regenschutz fuer die eigentlich offenen Seiten der Rikschas.

Auf dem Weg nach Hause vor ein paar Tagen habe ich die schlimmste aller Strassen bisher gesehen. Jedenfalls in der Regenzeit. Vor dem Bus war eine Fuetze, durch die sich die allgegenwaertigen Gelaendewagen nicht mehr trauten. Einige tapfere Rollerfahrer versuchten es doch, genau wie ein Kleinwagenfahrer (und natuerlich unser Busfahrer). Die Fuesse der Rollerfahrer wurden vom Waser umspuelt, waehrend sie auf dem Fussblech standen und dem Kleinwagenfahrer ging der Motor aus – er musste dann in dem tiefen Wasser seinen Wagen da alleine rausschieben.

Die Feldwege, die hier manchmal Strasse genannt werden, sind in der Regenzeit auch ein Abenteuer fuer sich. Zum Einen ist alles glitschig, zum Anderen ist es halt alles Matsch. So sehen dann nach einem Marsch dadurch auch die Schuhe und Hosen aus. Ich habe es bisher immer vermieden, aber manchmal ist es leider der einzige Weg, schon allein weil die “richtigen Strassen” grade am Rand oft auch nichts anderes als Feldwege sind. Insofern habe ich auch schon einige Male Schlammspritzer auf Schuhen und Hose gehabt.

Laut Zeitung soll der richtige Monsun Anfang Juni hier eintreffen. Mal gucken, ob wir bis dahin noch ein paar schoene Tage bekommen oder ob der jetzige Regen einfach nahtlos in den Monsun uebergeht…

Da Vinci Code

Letztes Jahr bei einem Erfurt-Besuch habe ich mir Illuminati gekauft und danach innerhalb kuerzester Zeit alle Buecher von Dan brown verschlungen. Sie sind zwar immer wieder gleich und teilweise voelliger Schwachsinn (wer sich ansatzweise mit Kryptographie auskennt sollte einen grossen Bogen um Digital Fortress machen…), aber trotzdem meist sehr spannend geschrieben. Als ich dann die ersten Teaser fuer den Da-Vinci-Code-Film gesehen hab wuste ich: Den muss ich sehen. Diese Woche laeuft er jetzt endlich an. Die katholische Kirche hat natuerlich protestiert, aber ob der Papst etwas gut findet oder nicht ist mir eigentlich ziemlich egal. Leider musste ich jetzt grade bei SpOn das hier lesen:

Am vergangenen Samstag trafen sich katholische und islamische Führer im indischen Mumbai mit Politikern und der Polizei, um die Veröffentlichung des Films zu unterbinden.

Ich hoffe doch mal sehr stark, dass das nicht klappt und ich den Film ungestoert hier in einem Kino geniessen kann…

Indischer Verkehr

Daniela hat das Video schon eine ganze Zeit verlinkt und gestern habe ich es nochmal von einem Freund geschickt bekommen. Und weil wir jetzt endlich DSL im Guesthouse haben konnte ich es mir auch angucken. Indischer Verkehr an einer normalen Kreuzung von oben:

Das ist keinesfalls ein Sonderfall. Es ist eher noch eine recht ruhige Kreuzung, an der es gesittet vorgeht. Ich hab auf jeden Fall schon schlimmere Kreuzungen erlebt.

Mehr Spass mit unfaehigen Banken

Die HDFC-Bank hat offensichtlich ein grosses Vertrauen in ihre Kunden. Wie schon beschrieben haben sie die Karten aller drei Praktikanten, die sich gleichzeitig um ein Konto bemueht haben, nach Deutschland geschickt. Einer von uns hat sich eine Ersatzkarte ausstellen lassen. Was braucht man dafuer an Dokumenten? Richtig: Keins. Keinen Pass, kein Visa, kein gar nichts. Einfach zum Schalter gehen, Situation erklaeren, ein paar Tage warten, unterschreiben, Karte mitnehmen. Identitaetspruefung? Fehlanzeige. Ich bin froh, dass auf meinem Konto da nie eine einzige Rupie eingehen wird.

Von kompetenten und inkompetenten Banken

Waehrend meines Praktikums hier bin ich in Indien angestellt und bekomme deswegen auch in Indien mein Geld. Das Geld bekomme ich in Form eines Schecks, der sich nur auf ein indisches Konto, das auf meinen Namen laeuft, eingezahlt werden kann. Also brauche ich ein solches. Ein Konto zu bekommen sollte ja nicht so schwer sein, dachte ich. Dachte ich.

Die erste Huerde war schon, dass ich anfangs keine residential Permit (die indische Variante der Aufenthaltsgenehmigung) hatte. Ohne eine solche gibt es aber bei den meisten Banken kein Konto. Insbesondere gibt es so kein Citibank-Konto. Dabei hatte ich extra kurz vor der Abreise in Deutschland noch ein Citibank-Konto eroeffnet um mein Geld leichter hin- und herueberweisen zu koennen. Ausserdem konnte ich so kostenlos Geld von meinem deutschen Konto abheben. Da ich nicht wusste, ob das mit der Registrierung klappen wuerde, beantragte ich also ein Konto bei der HDFC-Bank. Dort gibt es naemlich auch fuer nicht mit einer residential Permit ausgestattete Auslaender ein Konto. Dieser Versuch stellte sich als grosser Fehler heraus.

Das fing schon mit dem ersten Besuch an. Ich erhielt eine Mail, dass um 1 Uhr Leute von der Bank auf Arbeit sein wuerden und ich doch bitte dort wegen meines Kontos erscheinen sollte. Zum Glueck hatte ich zu dem Zeitpunkt noch meine Registrierungsunterlagen, so dass ich schon Passkopien, Visakopien, Passbilder und was man sonst so braucht hatte. Mit denen bin ich dann dort aufgetaucht und habe einen Antrag ausgefuellt. Mir wurde versprochen, dass das Konto innerhalb einer Woche aktiviert sei und ich meine Karten dann per Kurier ins Buero geschickt bekaeme. Da war ich positiv ueberrascht, es schien ja alles zu klappen.

Als nach einer Woche immernoch nichts passiert war, fragten wir nach. Angeblich waren die Unterschriften auf Antrag und Pass nicht aehnlich genug gewesen. Wir muessten nochmal einen neuen Antrag einreichen. Als wir uns dann mit den HDFClern trafen, schien mir das Problem eher ein anderes zu sein. Die hochkompetenten Bankangestellten hatten uns zwar den Antrag fuer Auslaender gegeben, aber das zweite Formular, das auch benoetigt wurde, war fuer indische Staatsbuerger. Die Unterschriften sahen meiner Meinung nach dagegen voellig in Ordnung aus. Also unterschrieben wir den naechsten Antrag und diesmal auch das richtige Formular. Wieder wurde uns eine Woche Wartezeit in Aussicht gestellt, bis uns die Karte und die sonstigen Unterlagen ins Buero zugestellt wuerden.

Nach etwas mehr als einer Woche erreichten die Unterlagen dann wirklich ihr Ziel. Auch wirklich per Kurier. DHL uebergab einen Brief der HDFC-Bank – in Berlin. Die offensichtlich hochgradig kompetenten Bankangestellten, die laut Werbung “meine Welt verstehen”, hielten es fuer eine tolle Idee, meine Unterlagen nach Berlin zu schicken. Und nicht nur meine, inzwischen sind die Unterlagen aller drei deutschen Praktikanten mit dem Problem an den jeweiligen deutschen Adressen angekommen. Entgegen jeder Logik, entgegen der mehrmaligen Aussage der Bank uns gegenueber. Und weil es so schoen ist, ist unterwegs auch noch die beantragte Visakarte unter den Tisch gefallen, natuerlich ohne ein Wort darueber zu verlieren, warum sie nicht geliefert wurde.

Nachdem die HDFC-Bank damit also jedes Vertrauen in auch nur einen Funken Kompetenz (Zwei Kontakte, zwei unglaublich dumme Fehler der HDFC. Das muss man erstmal schaffen!) verspielt hat und ich in der Zwischenzeit auch meine residential Permit habe, beantragte ich vor 4 Tagen einen Citibank-Account. Gestern kam die Karte und die sonstigen Unterlagen hier an, seit etwa einer Stunde habe ich die Karte in der Tasche. Meine Schecks sind schon abgegeben, in wenigen Tagen kann ich das Konto also ganz normal benutzen. Es geht doch. Die HDFC hat laenger gebraucht um ueberhaupt zu bemerken, dass sie uns die falschen Formulare gegeben hatten. Danke, Citibank.

Tempeltour

Am Samstag dieser Woche sind wir zu einer laengeren Tour aufgebrochen. Morgens um 6:30 stand unserer Fahrer vor der Tuer, kurz danach ging es dann auch los. Erstes Ziel: Die groesste aus einem Stein gehauene Statue der Welt in Sravanabelagola. Unser Scorpio war mit 6 Leuten inkl. Fahrer gut besetzt und erstmal wurde Schlaf nachgeholt. Am Abend vorher waren wir naemlich bis 23:15 im Spinn. Unser Fahrer wusste, wo wir hinwollten und kannte den Weg, so dass wir mehr oder weniger ruhig schlafen konnten. Der Fahrstil (schnell) und die Strassen (schlecht) verhinderten wirklichen Schlaf, aber ein bisschen Doesen war drin. Nach etwa drei Stunden kamen wir an der Statue an. Diese steht auf einem kleinen Berg und ist nur zu Fuss zu erreichen. Rund 500 Stufen sind es. Der ganze Berg ist heilig, so dass wir unten unsere Schuhe ausziehen mussten und Barfuss die aus dem Stein gehauenen Stufen erklimmen mussten. Bei 30 Grad und praller Sonne kein leichtes Unterfangen. Fuer aeltere Menschen nicht machbar – und fuer die gab es deswegen auch einen Trageservice. Mehrmals ueberholten uns aeltere Menschen, die in einem an zwei langen Bambusstaeben festgemachten Stuhl sassen und von 4 Maennern den Berg hochgetragen wurden.

Oben angekommen mussten wir durch einen Metalldetektor laufen. Dieser wurde von einem fur infernalischen Laerm sorgenden Generator mit Strom versorgt. Und – viel wichtiger: Von jedem ignoriert. Wir gingen durch, piepsten, aber nichts geschah. Es war kein Sicherheitsmensch in Sicht und es machte auch niemand Anstalten uns aufzuhalten, als wir einfach weitergingen. Super Sicherheitsmassnahmen. Von nun an ging es ueber ein Geruest weiter nach oben, bis wir endlich die Statue sahen. 17 Meter hoch – und total nass. Ein steter Besucherstrom geht an der rechten Statuenseite hoch, nimmt einen Kuebel Wasser (gegen Aufpreis auch gewuerztes Wasser, Kokosnusssaft, gefaerbtes Wasser oder Milch) und schuettet ihn ueber die Statue. Dann geht es an der anderen Seite wieder runter. Die Folge hiervon ist eine tropfende Statue mit Nelken auf dem Kopf. Einmal im Jahr gibt es ein grosses Fest, an dem die ganze Statue mit Milch ueberschuettet wird.

Viel mehr als die Statue gab es hier aber nicht zu sehen, also ging es danach wieder den Berg runter. Jedenfall versuchten wir das. Aber wir hatten Fans gefunden. Uns liefen erst einige Kinder hinterher, die dann natuerlich auch ein Foto mit uns wollten. Kaum waren wir dafuer angehalten wurden wir auf die naechsten Fotos gezogen. Als wir dann ein grosses Gruppenbild auf 6 Fotoapparaten festgehalten hatten, wurden wir aber doch entlassen und konnten unseren Weg den Berg runter antreten. Die Stufen hatten sich inzwischen schon deutlich aufgeheizt, was uns dazu brachte, recht schnell zu gehen und Pausen auf die wenigen Schattenstellen zu legen.

Nun ging es weiter nach Halebid. Dort wurde ein Tempel besichtigt. Bevor es aber in den Tempel ging wollten wir was essen – es war schon nach 12, also Essenszeit. Direkt gegenueber vom Tempeleingang fanden wir ein “Deluxe-Restaurant”, wo wir reingingen. Deluxe war es nun wirklich nicht, es war ein sehr einfaches indisches Restaurant. Es gab keine Karte, nur ein paar Bilder ueber dem Tresen. Das bestellte Essen kam in Metallschaelchen, die schon bessere Tage gesehen haben. Dafuer schmeckte es recht gut und machte satt – und wie ich jetzt definitiv sagen kann war es auch ok, keiner hatte danach Magenprobleme. Nach dem Essen ging es in den eigentlichen Tempel. Dieser war recht beeindruckend, weil wirklich jeder Centimeter der Waende verziert war. Die Steinhauer, die hierdran gearbeitet hatten, muessen Jahre beschaeftigt gewesen sein. Ueberall waren Figuren in die Waende gehauen und wo mal ausnahmsweise keine Figur war stand eine Statue. Ausserdem hatte der Tempel einen schoenen Garten, durch den wir noch etwas gelaufen sind. Hier standen einige Statuen, die der grossen Statue aehnlich sahen, aber deutlich kleiner waren – 2 bis 3 Meter hoch.

Nun ging es zum letzten der Tempel, die auf dem Programm standen: Belur. Doch bevor wir in den Tempel gingen gab es schon das erste zu begucken: Direkt vor unseren Augen wurde eine Rickschaw von einem Kleinwagen angefahren und umgeworfen. Der Rickschawfahrer stieg sofort aus seiner Rickschaw und gab dem Kleinwagenfahrer eine Ohrfeige. Daraus entwickelte sich aber keine richtige Schlaegerei weil sofort ein Polizist vor Ort war, der schlichtete. Viel passierte nicht mehr, die Rickschaw wurde wieder aufgestellt und dann fuhren alle weiter – und wir gingen in den Tempel. Dieser war sehr aehnlich wie der letzte, wenn auch etwas groesser. Wir waren aber auch schon ziemlich geschafft, so dass diese Tempelbesichtigung recht kurz wurde.

Wieder im Auto ging es nach Hause. Fuer die 220 km, die wir von Bangalore weg waren, brauchten wir etwa 4 Stunden. Besonders die Strecke in Bangalore selbst wurde sehr lang, weil wir in die Innenstadt wollten, um noch was zu essen, und dort natuerlich der Verkehr sehr schlimm war. Am Samarkand angekommen schickten wir den Fahrer nach Hause und gingen dann noch gut essen, bevor wir mit einer Rickschaw nach Hause fuhren.